Neues zum Datenschutz
Leontine Krentz

EU Digital Identity Wallet – Einführung, Chancen und Datenschutzperspektive 2026

Die EU Digital Identity Wallet, kurz EUDI‑Wallet, markiert einen entscheidenden Schritt zur Vereinheitlichung digitaler Identitäten in Europa. Mit der verpflichtenden Bereitstellung durch die Mitgliedstaaten bis Ende 2026 sollen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der Lage sein, digitale Identitäten für eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Dienstleistungen zu nutzen. Die Wallet ermöglicht das sichere Speichern und Teilen offizieller Dokumente, darunter Identitätsnachweise, Führerscheine, medizinische Dokumente oder Qualifikationen. Damit wird eine europaweit standardisierte, vertrauenswürdige und interoperable digitale Identität geschaffen, die sowohl die digitale Transformation von Verwaltungs- und Geschäftsprozessen unterstützt als auch die Anforderungen des Datenschutzes erfüllt.

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Datenschutzbeauftragter
Leontine Krentz

Europäischer Datenschutztag 2026 – Digitalisierung, KI und Datenschutz im Fokus

Der Europäische Datenschutztag am 28. Januar 2026 lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf die zentrale Bedeutung von Datenschutz und digitaler Souveränität in Europa. Die Veranstaltung erinnert an die Unterzeichnung der Konvention 108, des ersten rechtsverbindlichen europäischen Datenschutzvertrags, und dient als Plattform für den fachlichen Austausch aktueller Entwicklungen, regulatorischer Neuerungen und praxisnaher Umsetzungsstrategien. In diesem Jahr standen insbesondere die zunehmende Digitalisierung von Verwaltungs- und Unternehmensprozessen, der Einsatz künstlicher Intelligenz und die konsequente Umsetzung der DSGVO im Vordergrund. Ziel ist es, Organisationen praxisnahe Impulse zu geben, wie Datenschutz als integraler Bestandteil von Geschäftsprozessen, IT-Systemen und Governance-Strukturen verankert werden kann.

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Leontine Krentz

Neue EDPS‑Guidance zur Risikosteuerung von KI‑Systemen

Am 11. November 2025 hat der Europäische Datenschutzbeauftragte (EDPS) die Guidance for Risk Management of Artificial Intelligence Systems veröffentlicht, die praktische Empfehlungen zur Identifikation, Bewertung und Minderung technischer Risiken bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz bietet. Diese Guidance richtet sich in erster Linie an EU‑Institutionen, Körperschaften, Ämter und Agenturen (EUIs), die als verantwortliche Stellen KI‑gestützte Systeme entwickeln, beschaffen oder einsetzen. Sie verfolgt das Ziel, Risiken nicht nur für personenbezogene Daten, sondern auch für grundlegende Rechte und Freiheiten systematisch zu adressieren und Datenverantwortliche bei der rechtskonformen Steuerung und Überwachung von KI‑Prozessen zu unterstützen. Die Veröffentlichung erfolgt in Ausübung der datenschutzrechtlichen Aufsichtskompetenz des EDPS und steht in engem methodischen Zusammenhang mit etablierten Risikomanagementstandards wie der ISO 31000:2018, ist jedoch rechtlich eigenständig und unabhängig von anderen europäischen Regelwerken wie dem EU AI Act. 

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Leontine Krentz

Digital Omnibus und neue EU-Digitalregulierung

Die Europäische Union treibt die Digitalisierung des Binnenmarktes konsequent voran und ergänzt bestehende Regelwerke mit neuen Vorschriften, die Transparenz, Verbraucherschutz und Datenverantwortung stärken sollen. Der sogenannte Digital Omnibus ist ein Rahmenwerk, das Unternehmen verpflichtet, bestimmte Datenverarbeitungen nachvollziehbar zu dokumentieren und den Betroffenen umfassendere Rechte einzuräumen. Aufbauend auf der DSGVO, der ePrivacy-Richtlinie und dem Digital Services Act (DSA) erweitert der Digital Omnibus die bestehenden Pflichten um spezielle Berichtspflichten, Informationspflichten und Prüfmechanismen. Die Zielsetzung ist eine höhere Rechtssicherheit, ein harmonisierter Binnenmarkt für digitale Dienste und ein gestärktes Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in digitale Produkte und Plattformen.

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Leontine Krentz

Gerichtsurteil: Keine Entschädigung für „hypothetische Schäden“ – Was bedeutet das für Betroffene und Unternehmen?

Das Urteil markiert eine klare Zäsur: Ein bloßer DSGVO-Verstoß begründet noch keinen Schadenersatzanspruch – es braucht einen nachweisbaren, konkreten Schaden. Für Betroffene bedeutet das eine höhere Hürde bei der Durchsetzung ihrer Rechte, für Unternehmen hingegen mehr Sicherheit vor rein hypothetischen Klagen. Die Balance zwischen effektivem Rechtsschutz und Vermeidung von Missbrauch bleibt damit ein kontroverses Thema. Klar ist aber: Während die Schwelle für private Entschädigungsansprüche steigt, bleiben die Anforderungen an Datenschutz und Compliance unverändert hoch. Unternehmen sind gut beraten, weiterhin auf konsequente Rechtskonformität zu setzen – nicht nur wegen möglicher Klagen, sondern vor allem im Hinblick auf die Aufsichtsbehörden, deren Eingriffsbefugnisse vom Urteil unberührt bleiben.

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Leontine Krentz

KI & Datenschutz: Die neue Orientierungshilfe der DSK bringt Klarheit

Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch Prozesse, Entscheidungsstrukturen und das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Mit der rasanten Verbreitung von KI-Systemen – insbesondere durch generative Modelle wie Chatbots oder Sprachgeneratoren – rücken Fragen des Datenschutzes immer stärker in den Fokus. Unternehmen, Entwickler:innen und Behörden stehen vor der Herausforderung, innovative Systeme rechtskonform und verantwortungsvoll zu gestalten.

Die im Juni 2025 veröffentlichte Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz (DSK) setzt genau hier an: Sie bietet eine strukturierte, praxisnahe Anleitung für die datenschutzkonforme Umsetzung von KI-Systemen – vom ersten Konzept bis zum laufenden Betrieb.

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