Meldestelle nach HinSchG

Hinweisgebermeldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG)

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) trat bereits am 02. Juli dieses Jahres in Kraft, und zwar fĂŒr Unternehmen ab 250 Mitarbeitern. Kleinere Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern haben eine Frist bis zum 17. Dezember, um eine interne Meldestelle gemĂ€ĂŸ § 12 Abs. 1 und 2 HinSchG einzurichten. DarĂŒber hinaus sind gemĂ€ĂŸ § 12 Abs. 3 HinSchG bestimmte Unternehmen der Finanzbranche, wie z. B. Wertpapierdienstleister oder Kapitalverwaltungsgesellschaften, stets zur Einrichtung einer internen Meldestelle verpflichtet, auch wenn die BeschĂ€ftigtenzahl unter 50 liegt.

Ab den genannten Fristen besteht fĂŒr Unternehmen die Pflicht zur EinfĂŒhrung eines digitalen Meldekanals zur Aufdeckung von VerstĂ¶ĂŸen. Wir haben Sie hierzu bereits informiert.

Das Hinweisgeberschutzgesetz entstand aus der Whistleblowerrichtlinie und hat das Ziel, dass Personen in Unternehmen MissstĂ€nde oder illegale AktivitĂ€ten in Organisationen oder Unternehmen aufdecken sollen. Es soll sie vor Repressalien und Benachteiligungen durch ihren Arbeitgeber oder andere Beteiligte schĂŒtzen (§ 1 HinSchG). Die aufgedeckten MissstĂ€nde können vielfĂ€ltig sein und umfassen unter anderem: Steuerbetrug, GeldwĂ€sche, Produktsicherheit, Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz, Datenschutz, Arbeitsrecht, Mobbing, Diskriminierung, BelĂ€stigung, Korruption und Bestechung.

Wie sollte eine solche Meldestelle aussehen? 

Eine gut gestaltete Hinweisgebermeldestelle spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) und bei der Schaffung einer Unternehmenskultur, die IntegritÀt, Ethik und Transparenz fördert. Hier sind einige wesentliche Merkmale, die eine solche Meldestelle aufweisen sollte:

AnonymitĂ€t gewĂ€hrleisten: Eine der grundlegenden Voraussetzungen fĂŒr eine effektive Hinweisgebermeldestelle ist die Möglichkeit fĂŒr Hinweisgebende, ihre Informationen anonym zu ĂŒbermitteln. Dies schafft Vertrauen und reduziert die Angst vor möglichen Repressalien durch den Arbeitgeber oder andere Beteiligte. Die IdentitĂ€t der Hinweisgebenden sollte strikt vertraulich behandelt werden, es sei denn, sie stimmen ausdrĂŒcklich einer Offenlegung zu.

Unparteilichkeit sicherstellen: Die Meldestelle sollte als unparteiische Instanz im Unternehmen agieren und von den Mitarbeitern als solche wahrgenommen werden. Diese Rolle kann von einer Ombudsperson wahrgenommen werden, die dafĂŒr sorgt, dass alle eingehenden Meldungen fair und objektiv behandelt werden. Die Meldestelle sollte sowohl persönliche als auch schriftliche Meldungen entgegennehmen.

Zeitnahe Reaktion: Das HinSchG schreibt vor, dass die Meldestelle innerhalb von 7 Tagen auf eingegangene Hinweise reagieren muss. Dies dient dazu, den Hinweisgebenden zu signalisieren, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Zudem sollte die Meldestelle innerhalb von 3 Monaten den Hinweisgebern mitteilen, welche Schritte als Reaktion auf den Hinweis unternommen wurden.

DSGVO-KonformitĂ€t: Alle Meldungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit Hinweisen mĂŒssen gemĂ€ĂŸ den Datenschutzbestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dokumentiert werden.

Das Hinweisgeberschutzgesetz sieht Bußgelder fĂŒr Unternehmen vor, die die gesetzlichen Anforderungen nicht erfĂŒllen. Die Meldestelle spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Einhaltung dieser Vorschriften. Sollte eine Meldestelle die gesetzlichen Anforderungen nicht erfĂŒllen oder sollte es zu Repressalien gegenĂŒber Hinweisgebenden kommen, haben diese das Recht, sich ohne arbeits- und strafrechtliche Konsequenzen an die Öffentlichkeit oder zustĂ€ndige Stellen zu wenden.

Was wir fĂŒr Sie tun: 

Die Implementierung und Verwaltung einer effektiven Hinweisgebermeldestelle gemĂ€ĂŸ den Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) kann eine komplexe und ressourcenintensive Aufgabe sein: 

  • Wir beraten Sie zu den gesetzlichen Anforderungen und bieten Ihnen die Möglichkeit, die Einrichtung und Verwaltung Ihrer internen Hinweisgebermeldestelle vollstĂ€ndig an uns auszulagern.
  • Wir stellen ausgebildete Spezialisten, die ĂŒber die erforderliche Fachkenntnis verfĂŒgen – in Dresden und bundesweit.
  • Wir ĂŒbernehmen die Planung und Implementierung einer internen Meldestelle in Ihrem Unternehmen. Dabei sorgen wir fĂŒr eine reibungslose Einrichtung und stellen sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfĂŒllt werden. Dies schließt die Bereitstellung einer kompetenten Ombudsperson mit ein, die die Unparteilichkeit und ObjektivitĂ€t der Meldestelle sicherstellt.
  • Wir bewerten eingegangene Hinweise hinsichtlich ihrer PlausibilitĂ€t und Relevanz und teilen Ihnen unsere EinschĂ€tzung bezĂŒglich notwendiger Reaktions- und Untersuchungsmaßnahmen mit.
  • Wir managen die zeitgerechte Kommunikation mit der Person, die den Hinweis gegeben hat (BestĂ€tigung des Eingangs, Aufzeichnung, Berichtserstellung) und bieten persönliche Treffen fĂŒr Meldungen an.
  • Wir garantieren die Einhaltung gesetzlicher Fristen und schĂŒtzen Sie vor Sanktionierung und dem nach außen dringen vertraulicher Firmeninformationen.

Alle relevanten Informationen, können Sie auch auf diesem One Pager finden.

Bei Fragen zur Umsetzung, können wir diese auch im Rahmen eines kostenlosen ErstgesprĂ€ches ausrĂ€umen. Das könnte Sie auch interessieren: 


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